Nächstes ThyssenKrupp Werk schließt in Düsseldorf

ThyssenKrupp DuesseldorfThyssenKrupp-Presta Werk schließt in Düsseldorf

31.05.2012

Nachdem schon seit Monaten bekannt ist, dass ThyssenKrupp das Edelstahlwerk in Düsseldorf-Benrath schließt, trifft es als nächstes ThyssenKrupp-Presta. Im Presta-Werk produziert ThyssenKrupp die Lenksysteme für Daimler-LKW's.

Betroffen sind ca. 340 Mitarbeiter. Weil die Werksschließung zum Jahresende 2012 erfolgen soll, wurde fast der Hälfte der Beschäftigten bereits gekündigt. Sie werden über eine Transfergesellschaft, Abfindungen und teilweise Vorruhestand das Werk verlassen. Die restlichen Mitarbeiter haben befristete Arbeitsverträge, die auslaufen, oder  sind als Leiharbeiter beschäftigt.

 

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Jeden Tag neue Hiobs-Botschaften bei OPEL

15.05.2012

Von Tag zu Tag verdichten sich Spekulationen und offizielle Bekanntgaben um den zukünftigen Kurs von OPEL in Europa.
Wie die Westdeutsche Zeitung gestern meldete, soll der Opel-Astra (das volumenstärkste Modell) bald nur noch in zwei Werken gebaut werden, die vermutlich nicht in Deutschland liegen.

Das Kernproblem sind offenbar die weiter fallenden Verkaufszahlen, die die Konzernmutter General Motors zusätzlich unter Druck setzen, bei Opel kurzfristig Änderungen vorzunehmen. Am Rande der Betriebsversammlung im Werk Rüsselsheim, die am Montag mit rund 8000 Beschäftigten stattfand, erklärte der Chef des Opel-Gesamtbetriebsrats Wolfgang Schäfer-Klug, dass die Stimmung sehr angespannt sei.

Westdeutsche Zeitung vom 14.05.2012

 

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Foto. w.r.wagner @pixelio

Abfindung nicht immer Sperrzeit bei Arbeitslosengeld

Arbeitslosengeld/Abfindung: Bundessozialgericht Kassel

Eigenkündigung + Arbeitslosengeld: nicht immer droht eine Sperrzeit

Ein wichtiges Urteil fällte am 02.05.2012 das Bundessozialgericht für Kündigungen und Aufhebungsveträge.
 
Wie Spiegel-Online heute meldete, handelt es sich um einen Fall, bei dem eine Angestellte, die einen Schwerbehindertenstatus besitzt und inzwischen 65 Jahre alt ist, einen Aufhebungsvertrag (mit Abfindungsregelung) unterzeichnet hatte, weil ihr anderenfalls gekündigt worden wäre.
In der Folge verhängte die Bundesagentur für Arbeit eine Sperrzeit für den Anspruch auf Arbeitslosengeld für insgesamt zwölf Wochen. Die Bundesagentur war in diesem Fall von der Wirkung einer Eigenkündigung ausgegangen, weil die Dame, wegen ihrer Behinderung, nur eingeschränkt kündbar gewesen wäre.
 
Innerhalb der Gerichts- und Berufungsverfahren wurde in der jeweiligen Instanz zu Gunsten der Klägerin entschieden. Am vergangenen Mittwoch urteilte als Abschluss des Verfahrens auch die höchste sozial-richterliche Instanz gegen die Bundesagentur für Arbeit mit der Begründung, dass die außerordentliche Kündigung der Angestellten möglich gewesen wäre, da das Unternehmen die vorgeschriebene Sozialauswahl beachtet habe. Zudem ist die Abteilung, in der die Beschäftigte früher tätig war, komplett geschlossen worden und es habe keine alternative Einsatzmöglichkeit im Betrieb mehr gegeben.
 
In diesem Zusammenhang stellte das Bundessozialgericht fest, dass die Arbeitsagentur in solchen Fällen, in denen ein Aufhebungsvertrag in Kombination mit einer Abfindung vereinbart wurde, nicht grundsätzlich eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld verhängen darf. Zitat: Ob eine drohende Kündigung des Arbeitgebers rechtmäßig ist, darf die Arbeitsagentur seit 2004 nur noch prüfen, wenn „Anhaltspunkte für eine Gesetzesumgehung“ vorliegen.
Aus diesen Gründen hob das BSG die verhängte Sperrzeit rückwirkend auf.

 

 

Bundessozialgericht Kassel, Aktenzeichen: B 11 AL 61/1

 

 

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Foto: GesaD@pixelio