Diskussion um den Kündigungsschutz

Sommerloch: Diskussion um den Kündigungsschutz

19.07.2012

In den vergangenen Wochen flammt erneut die Diskussion und mögliche Änderungen beim Kündigungsschutz auf. Nachdem die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitsgeberverbände (BDA) mit einigen Erklärungen und Kommentaren den gesetzlichen Kündigungsschutz als "Beschäftigungshemmnis" betitelte, antwortete jetzt der Berufsverband "Die Führungskräfte" (DFK) in einer Verlautbarung, in der sie keinerlei Bedarf für Veränderungen an der bisherigen Gesetzesregelung sehen.

 

Gedanken der BDA zu Abfindungen

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitsgeberverbände schlägt vor, die aktuelle Kündigungsschutzgesetze einer Weiterentwicklung zu unterziehen. Ein spezieller Punkt dabei wäre die Einführung einer "Abfindungsoption", mit der Arbeitgeber und Arbeitnehmer fest vereinbaren könnten, dass gegen Zahlung einer Abfindung der Arbeitnehmer verbindlich auf eine Kündigungsschutzklage verzichtet.

 

Kommentar des Führungskräfteverbands

Wolfgang Bruckmann, Präsident des Führungskräfteverbands (ULA) verwies in der FAZ auf die enorm gewachsene Wirtschaftsleistung, die gezeigt habe, dass die deutsche Volkswirtschaft offenbar überhaupt nicht unter einer falschen Gestaltung des Kündigungsschutzes leidet.

 

 

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Opel baut Führungsetage komplett um

Opel baut die Führungsetage komplett um

Unter dem Druck der weiter einbrechenden Verkaufszahlen hat General Motors in den letzten Tagen den Druck auf Opel erhöht. Bereits in der vergangenen Woche traten der Vorstandsvorsitzende Karl-Friedrich Stracke und Cheflobbyist Volker Hoff von ihren Ämtern zurück.

 

Entlassung von 500 Managern

Wie von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet, fordert GM weit mehr als 2.000 Köpfe, die in den Führungsetagen bei Opel rollen sollen. Da sind die jetzt bekannt gewordenen 500 Stellen im Management wahrscheinlich nur der Anfang.

 

Stephen Girsky, der von General Motors in der letzten Woche auf den Posten als Aufsichtsratsvorsitzender bei Opel berufen wurde, muss vermutlich in den nächsten Tagen weitere unpopuläre Entscheidungen treffen. Sein Ziel ist es, zusammen mit seinem neuen Stellvertreter Dr. Thomas Sedran, kurzfristig das Ruder herumzureißen und Opel zu sanieren.

 

Erste Namen, die bekannt wurden

Die bisherige Entwicklungschefin Rita Forst und der Finanzchef Mark James sind die ersten Personen, die ihren Posten räumen müssen. Seit den Arbeitskämpfen 2009 sind bei Opel ca. 8.000 von 48.000 Stellen abgebaut worden. In diesem Zusammenhang hatte der Betriebsrat immer wieder angemahnt, dass fast ausschließlich Arbeitsplätze bei einfachen Angestellten und Arbeitern reduziert wurden, die Führungsebenen und das Management von diesen Maßnahmen kaum betroffen war, was zu einer zunehmenden Ineffizienz und Zunahme der Bürokratie führte.

 

Die spekulative Meldung der Tagesschau bzw. der FAZ, dass möglicherweise der ehemalige Porsche-Chef Wiedeking ebenfalls im Gespräch sei, wurde von seitens Opel nicht kommentiert.

 

 

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Karstadt will weitere 2.000 Stellen abbauen

Aus für die nächsten 2.000 Stellen bei Karstadt

17.07.2012

Nach Jahren des Chaos und der Umstrukturierungen ist Karstadt erneut dazu gezwungen, sich den verändernden Marktbedingungen im Einzelhandel anzupassen. Zusätzlich wirken sich die erschwerten Umstände der Euro-Schulden-Krise auf das Kerngeschäft des Warenhauskonzerns aus. Aus diesem Grund müsse man sich rechtzeitig weiter schrumpfen, um auf eine solide Unternehmensgröße für die Zukunft zu kommen, erklärte am gestrigen Montag die Karstadtzentrale in Essen.  

Personalabbau in Zahlen

Bis zum 31.12.2014 ist ein Abbau von rund 2.000 Arbeitsplätzen geplant, der über Vorruhestandsregelungen realisiert werden soll. Zusätzlich sollen möglichst viele Mitarbeiter dazu motiviert werden, sich selber alternative Stellen zu suchen. Darüber hinaus werden befristete Arbeitsverträge auslaufen und nicht mehr verlängert.  

Verdi's Protest

Zwar protestiert die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verständlicherweise die neuen Ankündigungen aus Essen, doch leider ist das Geschäftsumfeld von Warenhäusern nach wie vor angespannt. Das Video gibt einen kleinen Überblick, wie es noch 2009 aussah.

 

 

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Foto: madebyr.de-flickr

Sparmaßnahmen der Commerzbank führt zu Stellenabbau

Geplante Stellenstreichungen bei der Commerzbank

17.07.2012

Wie die Financial Times in den Abendstunden meldet, ist bei der Commerzbank eine größere Restrukturierung geplant, als bisher angenommen.

Die sehr personalintensive Übernahme der Dresdener Bank, die Wirtschaftskrise, die Finanzkrise, die Irlandkrise, die Griechenlandkrise, die Portugalkrise, die Italienkrise, die Spanienkrise, die Krise der Staatsanleihen, die Bankenkrise und die Eurokrise zerren nach wie vor sehr an den Geschäften der Commerzbank.

Ausstieg aus dem Immobilien- und Schiffssektor

Schon vor drei Wochen hatte die Commerzbank angekündigt, dass sie sich aus den bisher forcierten Investmentbereichen der gewerblichen Immobilien- und Schiffsfinanzierung völlig zurückziehen wird. Auch dieser schritt wird definitiv Arbeitsplätze kosten.

 

Erweiterte Planung zum Personalabbau

Der Hauptanteil der neuen Personalkürzungen entfällt vermutlich auf das Geschäft mit Privatkunden, in dem nach der DresdnerBank-Übernahme immer noch ca. 18.000 Menschen beschäftigt sind. Obwohl seit 2009 bereits über 8.000 Stellen gestrichen wurden, reichen diese Zahlen im aktuellen Marktumfeld der Commerzbank bei weitem noch nicht aus.

 

Eurohypo wird zerschlagen

Bereits im Frühjahr wurde beschlossen die hauseigene Staats- und Immobilienfinanzierungstochter EUROHYPO in Eschborn aufzulösen. Die Übernahme von 2005 hatte die Commerzbank in den Folgejahren zu viel Geld und Ansehen gekostet. Auch hier stehen ca. 1.000 bis 1.200 Arbeitsstellen auf der Kippe.

 

 

 

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Fotos: ImNotQuiteJack + AlexSlocker@Flickr

Sozialplan für deutsches Werk von First Solar

First Solar Werksschließung in Frankfurt / Oder

12.07.2102

Einer der größten Hersteller von Photovoltaik-Modulen "First Solar" stellt seine Produktion in Deutschland komplett ein. Das US-Unternehmen plant seit längerem die Schließung seines deutschen Werks in Brandenburg.

 

Sozialplan für alle Beschäftigten

Weil das Werk in Frankfurt / Oder komplett geschlossen wird, gilt der Sozialplan für alle ca. 1.200 im Betrieb Beschäftigten, erklärte der Sprecher von First Solar. Dabei wird den Mitarbeitern eine Abfindung in Höhe von 1,8 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr gezahlt. Zusätzlich werden alle Personen bis zu 9 Monate in einer Transfergesellschaft beschäftigt und es gibt individuell noch weitere Förderungsmöglichkeiten.

Förderung des Landes

Schon in der vergangenen Woche gab First Solar bekannt, dass die ca. 5 Mio Euro Wirtschaftsförderung an das Land Brandenburg zurück gezahlt werden

 

 

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Foto: Nick Bastian Tempe, AZ@flickr

Personalabbau bei der Deutschen Bank

Erheblicher Personalabbau bei der Deutschen Bank / Postbank

11.07.2012

Wie das Wall Street Journal meldet, hat die Deutsche Bank erste Pläne für eine größere Umbauaktion in den Bereichen personal und Produktauswahl bekannt gegeben.

Personalstraffung

Die Deutsche Bank räumt ein, dass viele Positionen doppelt und dreifach besetzt sind bisher getrennten Aufgabenbereiche bei ihr selbst und den übernommenen Instituten BHF-Bank und Postbank. Man möchte verschiedenen Abteilungen des Backoffice zusammenlegen. Zwar ist geplant, dass in den Servicegesellschaften Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, die Zahlungsverkehr, Call-Center, Kreditabwicklung, Reisekosten, Einkauf und IT umfassen, doch sollen möglichst Entlassungen vermieden werden.

Trotzdem sollen durch die Abschaffung von Tätigkeiten die bisher doppelt ausgeführt werden ca. 1,5 Milliarden Euro eingespart werden. Zudem sollen, wie auch schon bei der Postbank, ältere Beschäftigte über Altersteilzeit und Abfindungen abgebaut werden und anderen Personen Umschulungen angeboten werden.

 

Produktstraffung

Weil sich die Angebotspalette ganz besonders bei Produkten für Sparer im Zuge der Bankenübernahmen vergrößert hat, soll diese große Auswahl verringert werden. Vor allem die Sparprodukte, die sich nicht so gut verkaufen lassen, sollen auslaufen bzw. beendet werden. Gemäß Plan sollen vermutlich nur etwa 30 Sparprodukte übrig bleiben.

 

BHF-Bank

Weil sich die Deutsche Bank die interessanten Bereiche aus der BHF-Bank bereits heraus getrennt hat und den Rest der Bank einfach nicht mehr benötigt, wurde bereits seit Monaten versucht, die übrigen Bankteile zu verkaufen. Bisher konnte werde die Restbank noch Teile davon verkauft werden. Aus diesem Grund stehen die verbleibenden über 1.200 Arbeitsplätze weiter zur Disposition und die Angestellten blicken in eine unsichere Zukunft.

 

Was ist passiert bei der Postbank?

Wie es den Beschäftigten der Postbank erging, sehen Sie in diesem Video

 

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Foto: tinyfroglet@flickr

Deutsche Babcock: 10jährige Insolvenz-Jubiläum

Pleite der Babcock Borsig AG

04.07.2012

Es ist fast genau 10 Jahre her, als das deutsche Traditionsunternehmen Babcock in Oberhausen in Insolvenz ging. Doch vorläufig ist ein Ende des Insolvenzverfahrens nicht zu sehen. Vielleicht könnte die Insolvenz bis 2015 abgeschlossen werden, gab der Insolvenzverwalter bekannt.

 

Tausende ehemalige Beschäftigte unter den geprellten Gläubigern

Wenn die Insolvenz abgeschlossen wird, können die Gläubiger, die seit damals auf ihr Geld warten, möglicherweise einem "Teil" ihrer Forderungen bekommen – genauso wie die ehemaligen Mitarbeiter, die zum Teil Jahrzehnte beim Energietechnik- und Schiffbaukonzern gearbeitet hatten. Viele der Beschäftigten haben 2002 das Unternehmen mit einem Aufhebungsvertrag, gegen Zahlung einer Abfindung, verlassen. Durch die eingeleitete Insolvenz konnten nur die Abfindungen nicht mehr ausgezahlt werden. Deswegen hoffen tausende ehemalige Arbeitnehmer auch nach zehn Jahre nach ihrem Aufhebungsvetrag, wenigstens auf einen Teil ihrer Abfindung. Das meldet heute die Westdeutsche Allgemeine Zeitung.

 

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Ende der Kerry-Gewürzmühle

Kerry-Gewürzmühle schließt Werk bei Rodgau

05.07.2012

Wie in den letzten Monaten bekannt wurde, schließt der irische Gewürzproduzent Kerry-Ingredients endgültig seine Gewürzmühle im hessischen Jügesheim.

 

Wie die Offenbacher Post meldet, stand die Entscheidung des irischen Mutterunternehmens unumstößlich fest. Deswegen wird das Werk zum 30.11.2012 geschlossen. Über eine Lösung für Gebäude und Maschinenpark konnte noch nicht nachgedacht werden.

 

Großzügige Abfindungsregelung für Kerry-Mitarbeiter

Nach einen Verhandlungsmarathon von Freitag 29.06. bis Montag 02.07.2012 konnten NGG-Geschäftsführer Cox und Betriebstratsvorsitzender Mallevadore gestern bekannt geben, dass mit Kerry eine Regelung mit guten Abfindungen für die Beschäftigten ausgehandelt werden konnte:

  • 1,2 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr
  • 1.000 Euro Sonderzulage für jedes Kind eines Beschäftigten
  • 3.000 Euro Sonderzahlung für Schwerbehinderte

Damt zeigt sich Kerry im Gegensatz zu vielen Arbeitgebern recht großzügig zum Abschied.

 

Die 25 Arbeitsplätze im Produktdesign bei Kerry Tukania in Kleinheubach sind nicht von der Werksschließung betroffen.

 

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