Außerordentliche Einkünfte

Außerordentliche Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes sind

 

  1. Veräußerungsgewinne im Sinne der §§ 14, 14a Abs. 1, der §§ 16 und 18 Abs. 3 EStG mit Ausnahme des steuerpflichtigen Teils der Veräußerungsgewinne, die nach § 3 Nr. 40 Buchstabe b in Verbindung mit § 3c Abs. 2 EStG teilweise steuerbefreit sind;
  2. Entschädigungen im Sinne des § 24 Nr. 1 EStG;
  3. Nutzungsvergütungen und Zinsen im Sinne des § 24 Nr. 3 EStG, soweit sie für einen Zeitraum von mehr als drei Jahren nachgezahlt werden;
  4. Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten;
  5. Einkünfte aus außerordentlichen Holznutzungen im Sinne des § 34b Abs. 1 Nr. 1 EStG.

Wenn Beträge, die gezahlt wurden, als außerordentliche Einkünfte anerkannt werden, besteht die Möglichkeit, dass diese mit der Fünftelregelung versteuert werden können. Die Fünftelregelung ist eine gesetzliche Steuererleichertung, die das starke Ansteigen des Steuersatzes (Progressionsvorbehalt) bei einem Einkommen plus Abfindung vermeidet. Weitere Informationen zur Besteuerung von Abfindungen als außerordentliche Einkünfte finden Sie im Bereich "Abfindung Steuer".