Fünftelregelung – Steuerberechnung

 

Wie erfolgt die Steuerberechnung mit der Fünftelregelung?

Hier folgt eine kurze Beschreibung, wie die spezielle Tarifermäßigung der Fünftelregelung berechnet wird.

Zur Vorbereitung werden alle relevanten Daten und Beträge des betreffenden Gesamtjahres gesammelt.

Im nächsten Schritt teilt man das Zahlenmaterial in drei Bereiche auf

  1. das zu versteuernde Einkommen plus eventuelle Einkommensersatzleistungen
  2. die außerodentlichen Einkünfte nach § 34 EStG
  3. sonstige Posten, die keinen Einfluss auf die Steuerberechnung haben
  • Im ersten Schritt wird die fällige Einkommensteuer auf das gesamte zu versteuernde Jahreseinkommen plus der eventuell angefallenen Einkommensersatzleistungen ohne die außerordentlichen Einkünfte berechnet.
  • Als zweite Rechnung wird der Abfindungsbetrag rechnerisch auf fünf Jahre verteilt.
  • Jetzt wird die Steuer auf das Einkommen plus Einfünftel der Abfindung berechnet.
  • In einem weiteren Zwischenschritt wird die Steuerdifferenz ermittelt zwischen:

a) Einkommen ohne Abfindung und

b) Einkommen mit dem fünften Teil der Fünftel der Abfindung

  • Damit haben wir sozusagen den reinen Steuerbetrag auf 1/5 der Abfindung als Zwischenergebnis.
  • Weil die Steuer auf die Abfindung mit Fünftelregelung in jedem Fall im Jahr des Zuflusses bezahlt werden muss, wird im dritten Berechnungsschritt der obige Betrag des Steuer-Fünftels mit Fünf multipliziert.
  • Dieser Betrag ist dann die Summe der Steuern, die auf die Abfindung nach Fünftelregelung bezahlt werden muss.

 

Wichtig bei der Veranlagung ist, dass es sich bei der Abfindung um eine Entschädigung für zukünftige Einnahmen des Arbeitgebers handelt. Es geht also bei der Abfindung nicht um Zahlungen und Vergütungen für schon erarbeitete Ansprüche, wie z.B. noch nicht abgerechnetes Gehalt, Weihnachts-, Jubiläums- oder andere Gratifikationen, Tantiemen, Beteiligungen, Urlaubsgeld und Vergütung für noch nicht in Anspruch genommene Urlaubstage.