Wir lebten Opel – Das letzte Auto aus Bochum

Wir lebten OPEL

Das letzte Auto aus Bochum

Ein bedrückender Tag, dieser Freitag vor Nikolaus 2014, denn heute ist der letzte Opel Zafira im Werk Bochum vom Band gelaufen.

Ich habe heute einen Geschäftstermin in Bochum. Doch schon vorher höre ich Berichte und Kommentare des WDR im Autoradio. Über 10 Jahre haben die Opelaner und alle Verbündeten (von Outokumpu- ehemals Thyssen-Krupp Edelstahl, Ex-Nokia, Freunde, Nachbarn und andere Bochumer) gekämpft um die wichtigen Arbeitplätze in der Stadt zu erhalten. Doch vergebens, heute soll endgültig Schluss sein.

Bedrückende Stimmung in der ganzen StadtEntlassungshauptstadt Bochum

Schon an der Autobahnabfahrt, am gelben Ortseingangsschild, empfinde ich die bedrückende Stimmung, die mir entgegen schlägt.

Ich gehe durch die Bochumer Innenstadt zum Hotel, zu meinem Termin. Ich bin früh, also kann ich langsam gehen und die Stimmung auffangen. Hin und wieder kommt mir ein Opelaner mit Opelschild oder direkt eine kleine Gruppe mit Opel-Fahne entgegen.

wir sind OpelWir sind Opel!

Zu hause in meinem Kleiderschrank liegt auch noch mein altes, gelbes T-Shirt "Wir sind OPEL", dass mir Freunde vor Jahren geschenkt haben und mit dem ich selber vor einigen Jahren die Betroffenen auf der Protestkundgebung unterstützt habe. Ein Bekannter hatte damals gesagt "Wir brauchen jeden Einzelnen, der zu uns steht. Vielleicht nutzt es uns irgendwann doch, unsere Jobs zu behalten. Weißt Du, das ist wie bei so einem riesigen Fischschwarm  . . . ".

Ja, es ist ein paar Jahre her – und jetzt ist es doch zu spät.

 

Zukunftsaussichten für Opel-Beschäftigte in Bochum

Nach dem umfangreichen Stellenabbau und Werksschließungen in Bochum (zuvor genannte Outokumpu + Nokia usw.) sind die Aussichten auf einen adäquaten Arbeitsplatz in der Metallindustrie dieser Region alles andere als gut.

Zwar habe ich den Sozialplan noch nicht selber gelesen, doch nach Berichten des WDR und einiger Betroffener soll der Sozialplan, dem General Motors zugestimmt hat, recht human sein. In den vergangenen Jahren habe ich durchaus einige Werksschließungen erlebt, bei denen sich Weltunternehmen wesentlich knauseriger verhalten haben.

Na ja, vielleicht kann ich nach den Erfahrungen von 2008 in Bochum und in der Zwischenzeit in Rüsselsheim dem einen oder anderen Opelaner wenigstens bei der steuerlichen Optimierung einem Tipp geben und damit meine Unterstützung zum Ausdruck bringen.

 

Nachtrag:
Passend zu diesem Anlass, lief am späten in der ARD eine Dokumentation des WDR "Wir lebten Opel – Das letzte Auto aus Bochum", die Norbert Spittka bereits bei Youtube hochgeladen hat. (siehe oben)

Überhaupt ein sehenswerter Kanal zu diesem Thema:
Youtube:   https://www.youtube.com/user/Gerther/videos

Google plus:    https://plus.google.com/+NorbertSpittka/posts

 

 

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