Zusammenballung von Einkünften

Die Zusammenballung ist eines der wichtigsten und zentralen Grundbedingungen für die Gewährung der Steuervorteile der Fünftelregelung. Nur wenn eine solche "Zusammenballung von Einkünften" im Veranschlgungszeitraum (Jahr der Auszahlung der Abfindung) vorliegt, darf der Beschäftigte die Fünftelregelung zur Ermäßigung seiner Steuerlast nutzen.

Im Rahmen der Bezeichnung Zusammenballung von Einkünften handelt es sich um einen komplexen Sachverhalt bei der Besteuerung von Abfindungen, den wir versuchen hier mit möglichst einfachen Worten zu erklären.

Rechtliche Details bei der Zusammenballung

Die Zahlung eines Arbeitgebers an einen Beschäftigten für den Verlust dessen Arbeitsplatzes kann als außerordentliche Einkunft nach § 34 Abs. 2 EStG anerkannt und steuerlich begünstigt werden, wenn ihm dadurch im Jahr der Abfindung ein höherer Betrag zufließen würde, als wenn er nur seine normalen Lohn-/Gehaltszahlungen bekommen hätte.  Bundesfinanzhof

 

Einschränkung bei der Zusammenballung von Einkünften

Wird dem Arbeitnehmer im Jahr der Abfindung nur ein sehr kleiner Teil des Abfindungsbetrags (maximal 5% der gesamten Abfindung) ausgezahlt, ist eine Anwendung der Fünftelregelung zur Steuerersparnis auch noch in einem der folgenden Jahre möglich. Siehe Anwendungserlass BMF

 

 

Anhang: Urteil Bundesfinanzhof vom 25.08.2009 – IX R 11/09 und vom 27.01.2010 – IX 31/09

 
 
 
 
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